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CAMINO REVOLTA

(seit 2017) Performative Aktion auf dem Jakobsweg rückwärts von Finisterre (Spanien) zum Monte Pélerin (Schweiz)

 
     
 
     
Der berühmte Pilgerweg auf den Spuren des Hl. Jakobus ist ein Teil des Gründungsmythos des modernen Europas, er war zugleich Ausdruck und Methode der „abendländischen“ Suchbewegung nach einer eigenen Identität. Diese Suchbewegung ging von Ost nach West und endete am „Ende der Welt“ in Finistere. Die spätere „Einigung Europas“ durch Begegnung vieler Menschen aus unterschiedlichen Nationen ist eine späte Folge dieser Bewegung, ein (politisch gewollter) Nebeneffekt war zu Beginn dieser Bewegung die Zurückdrängung der „Mauren“ aus Spanien.

Das Bild eines vorgegebenen Zieles und eines apokalyptischen Endes ist jedoch Ausdruck eines spezifisch linearen Denkens und damit zentraler Bestandteil des abendländisch-christlichen Weltbildes. Der weltweite Expansionsdruck Europas, der zunächst den Atlantik weiter in Richtung des unbekannten Westens überquert und dann auf die Kolonialisierung der ganzen Welt abzielt, ist Ausdruck dieser Bewegung.

Dieses „alte Europa“ ist jedoch am Ende, seine systemimmaneten Widersprüche liegen nun offen zu Tage: während die neoliberal durchstrukturierten Finanzmärkte kollabieren, verwandelt sich Europa in eine Festung, an deren Grenzen Menschen sterben während im inneren der Geist des Humanismus stirbt.

Es ist Zeit, die Bewegung des alten Europas umzukehren auf der Suche nach dem NEUEN EUROPA in einem neuen GEIST DER SOLIDARITÄT mit allen Menschen auf diesem Planeten!


UNSERE INTERVENTION: „CAMINO REVOLTA“
Das „Ende der Welt“ liegt schon hinter uns, wir gehen jetzt den Weg in die umgekehrte Richtung, d.h. von Finistere über Santiago de Compostella und anschließend in einer ersten Etappe durch Spanien, in späteren Etappen dann über Frankreich in die Schweiz bis zum „Mont Pelerin“. Dieser Ort ist der Gründungsort der „Societé Mont Pélerin“, dem ersten think tank des Neoliberalismus, der hier am 1 April 1947 gegründet wurde. Damit begann der Aufstieg der neoliberalen Ideologie zur weltweiten Hegemonialmacht aller ökonomischen Entwicklungen.

Das Projekt „camino revolta“ wurde daher am 1. April 2017, 70 Jahre danach als GEGENBEWEGUNG gestartet. Zukunftsfähige Projekte und Menschen, die sich dem Gedanken einer „Erneuerung und Gegenbewegung“ verbunden fühlen, werden unterwegs besucht , die Gespräche und Begegnungen werden aufgezeichnet und präsentationsfähig dokumentiert, die Aktion wird in einem Blog der öffentlichen Rezeption zugänglich gemacht.

https://reset2017blog.wordpress.com