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RUIN

ein partizipatorisches Kunstprojekt (Öhringen 2006)

 
     
 
 
In einem Parkgelände wurde eine provisorische „Ruinenarchitektur“ realisiert, die zugleich als autonome Skulptur und als benutzbare Architektur funktionierte. Ausgangspunkt waren Fotofolien, mit denen 2003 das Brandenburger Tor in Originalgröße am Stadteingang von Öhringen erstellt wurde. Aus diesen Folien wurden "Trümmer-Motive" geschnitten, auf Rahmen gespannt und um eine Konstruktion aus Containern zu einer "Ruinenarchitektur" zusammengefügt.

Das Projekt "RUIN" ist im Sinne eines "partizipatorischen Kunstprojektes" konzipiert . Der Aufbau wurde von freiwilligen Helfern unter Anleitung des Künstlers bewerkstelligt. Nach der Fertigstellung wurde im Inneren der Installation von diesen ein Café betrieben sowie in weiteren Innenräumen Ausstellungen gezeigt, die soziale Problemfelder thematisieren wie z.B. „Arbeitslosigkeit" „Migration" oder „Sucht".

Zum partizipatorischen Anliegen der Aktion gehörte auch die Möglichkeit für alle Interessierten, sich in das kulturelle Programm einzubringen, das um die Installation herum stattfand, z.B. die Möglichkeit, eigene Video-Produktionen in einem Container zu zeigen, der zu einem überdimensionalem Monitor umgebaut wurde oder auch zu performativen Aufführungen auf einer Bühne vor der Installation. Von diesem Angebot machten vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund regen Gebrauch.

Mit dieser partizipatorischen Nutzung wurde das Thema der Aktion "RUIN" auch auf der sozialen Ebene eingelöst: die Ruinenarchitektur im Hofgarten sollte als eine lebendige Plattform dienen für ein Lebensgefühl, das sich der Resignation widersetzt.